80 Gedichte aus dem „Goldenen Zeitalter“ von al-Andalus

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Buchcover: Liebe verwandelt die Wüste in einen duftenden Blumengarten
Über das Buch

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Zahlreiche arabische Dichterinnen und Dichter besangen auf der Iberischen Halbinsel zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert das universelle Gefühl der Liebe in all ihren Facetten. Ihre Gedichte handeln von höchster Freude und tiefstem Leid, Sehnsucht und Erfüllung, dauerhafter Liebe, erotischen Abenteuern und mystischem Eros.

Die Autoren haben aus den Werken von 40 arabischen Dichterinnen und Dichtern 80 Gedichte ausgewählt und kommentiert. Vorangestellt ist eine Einleitung, die diese Liebespoesie einbettet in die damalige Zeit und die Kultur des Mit- und Nebeneinander von Juden, Christen und Muslimen („convivencia“).

Die Gedichte sind folgenden Themenkreisen zugeordnet:

»Liebe in der Natur«
»Vom Wesen der Liebe«
»Die Schönheit der Frau«
»Liebesgedichte von Frauen «
»Liebesvereinigung«
»Liebe zwischen den Religionen«
»Arabischer Minnesang«
»Liebe als mystisches Ereignis«

Historisch-geographischer Hintergrund dieser Liebesdichtung ist die von den Arabern eroberte Iberische Halbinsel. Mit ihnen gelangten auch viele geistige Kulturgüter aus dem Orient nach Europa, u.a. eine neue Auffassung von weltlicher und spiritueller Liebe, die über Frankreich bis in die deutsche Minne- und klassische Liebesdichtung ausstrahlte.

Diese Veröffentlichung stellt an eindrucksvollen Beispielen heraus, dass die arabisch-muslimische Lyrik keine reine Männersache war. In Gedichten konnten auch Frauen ihre untergeordnete gesellschaftliche Stellung zeitweise verlassen und ihren erotischen Erfahrungen sowie Wünschen Raum und Stimme geben.

Dieser „poetische Liebesgarten“ lädt zu Erkundungen in eine weit zurückliegende Epoche ein. Obwohl die arabisch-muslimische Poesie von al-Andalus einer uns fernen und vielfach fremden Kultur entstammt, vermag sie uns auch heute zu berühren, zu faszinieren und zu inspirieren, denn es sind Zeugnisse großer Dichtung.

Sylvia Alphéus und Lothar Jegensdorf gingen während zahlreicher Aufenthalte in Spanien in den letzten 25 Jahren vor Ort der Kulturgeschichte auf der Iberischen Halbinsel nach. Unter welchen Bedingungen konnten damals Christen, Juden und Muslime auf den Gebieten von Wissenschaften und Künsten zusammenarbeiten? Warum scheiterte schließlich dieses „Wunder von al-Andalus“? – Vertiefte Recherchen, Studien und Auswertungen internationaler Veröffentlichungen bilden die wissenschaftliche Grundlage für das vorliegende literarische Projekt.

Lassen Sie sich kurz aus dem Buch vorlesen:

Über die Autorin oder den Autor

Über die Autorin / den Autor

Sylvia Alphéus (Jahrgang 1938, geb. in Oldenburg i.O.)
Sie ist ursprünglich Grund- und Hauptschullehrerin mit den Fächern Deutsch und Geschichte. Sie unterrichtete vor allem in Klassen mit hohen Anteilen ausländischer Schülerinnen und Schülern. Mit dem Schwerpunkt „Interkulturelle Bildung“ war sie als Dezernentin am „Niedersächsischen Landesinstitut für Lehrerfortbildung“ in Hildesheim tätig.

Lothar Jegensdorf (Jahrgang 1940, geb. in Elbing/Westpreußen)
Er war Gymnasiallehrer mit den Fächern Deutsch und katholische Religion. Er promovierte in Neuerer deutscher Literaturgeschichte. Nach seiner Schultätigkeit war er Assistent an der Pädagogischen Hochschule Hildesheim und anschließend ebenfalls am Niedersächsischen Landesinstitut tätig.

Beide arbeiteten bei der Entwicklung von Unterrichtskonzepten und der Herausgabe von Unterrichtsmaterialien zusammen. Seit Jahren sind sie ein schreibendes Paar. Es verbindet u.a. sie das Interesse an Literatur und interkulturellen Themen.

Diese Veröffentlichung schlägt nicht nur eine Brücke in die Vergangenheit, sondern verbindet auch aktuell in Deutschland lebende Personen unterschiedlicher Kulturen:

Mila Chami (Jahrgang 1980, geb. in Homs/Syrien)
Sie übersetzte Schriftzeilen aus dem Deutschen in die Poesie der arabischen Sprache. – In ihrer Heimat studierte sie Wirtschaftswissenschaften. Seit 2014 lebt sie in Deutschland. An der Universität Oldenburg studiert sie gegenwärtig Sozialwissenschaften und arbeitet als Dozentin, Dolmetscherin und Journalistin.

Mohsen Jelodar Shoushtar (Jahrgang 1984, geb. in Ahwaz/Iran)
Er erstellte das Cover, das Layout und den gesamten Satz. – Er studierte Visuelle Kommunikation im Iran und machte sich als Grafiker selbständig. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Gegenwärtig ist er als Designer in einem Oldenburger Wirtschaftsunternehmen angestellt.

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