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Datum: 06-2021

Unmut in deutscher Verlagsbranche

Der Unmut in der deutschen Verlagsbranche über die geplante Urheberrechtsreform bleibt hoch.

Unmut in deutscher Verlagsbranche
Unmut in deutscher Verlagsbranche:

Die Chefin des Zeitschriftenverlags Gruner + Jahr, Julia Jäkel, warnte am Montag in einer von der CDU/CSU ausgerichteten Diskussionsrunde vor Vorteilen für große Internetplattformen. Diese könnten – so scheine es im Moment – wieder ein "gigantisches Marketingarsenal" an Musik und Bewegtbild in die Hände gespielt bekommen, "was am Ende wieder ihren Kosmos attraktiver machen kann".

Der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, betonte in der Diskussion: Jetzt über ein robustes Urheberrecht nachzudenken, das die Kreateure von Musik, Literatur und Informationen schützt, sei im Interesse der digitalen Journalisten, Musiker und Filmemacher von heute und morgen. "Es ist vor allen Dingen für die Netzgemeinde. Die Blogger, die ja die Verleger von morgen sind." Es würden Anreize geschaffen, mit Content-Modellen im Netz aktiv zu werden. Wenn alles bei den Plattformen lande, dann würde es keine Vielfalt geben.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall, betonte speziell zu Nutzerinteressen, dass Urheberinnen und Urheber von eigenen Werken lebten. Es gehe auch um die Zukunft von professionellem qualitätsvollem Journalismus.

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