Sie wollte alles besser machen, aber das traute man ihr nicht zu. Aufgewachsen in einer vom Krieg traumatisierten Familie wächst sie hinein in die Nachkriegszeit der DDR, vorverurteilt von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, nach dem zu Unrecht verurteilten Vater zu kommen. Ihr Glück ist, dass sie auf einem Dorf in Thüringen eine sozialistische Schule besucht, mit hervorragenden Lehrern, die ohne erhobenen Zeigefinger unterrichten. Hier lernt sie auch aus Büchern, das man Hürden und Hindernisse überwinden kann. Von der Großmutter streng erzogen, geht sie trotz aller Unzulänglichkeiten ihren Weg, und darf sogar ein Studium beginnen, wenngleich dies nicht ihr Traumstudium ist. Sie gerät zwischen die politischen Welten, muss sich entscheiden, lebt in zwei Phasen mit der Familie in Moskau. Die Vorgänge in der Sowjetunion und die Einheit Deutschlands erlebt sie in der Deutschen Botschaft in Moskau. Wie sie die umwälzenden Veränderungen wahrnimmt, wird ihr Leben nachhaltig prägen.