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Leseprobe:
Meine Reisen in die schönes Gebiete Kanadas,
von Dr. Wilhelm Walter

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Zur Geschichte KanadasDie ursprünglichen Einwohner Kanadas, heute auch FirstNations bezeichnet, waren hauptsächlich die Stämme der Algonkin, der Athapasken und im Süden davon die Irokesen. Im kaltenlebensfeindlichen Norden gelang es auf Dauer nur den Inuit zuüberleben. Diese Ureinwohner lebten nach dem Prinzip, der Natur nicht mehr zu entnehmen, als zum Leben gebraucht wird. Das entsprach auch ihrem Glauben, ein Teil der Natur zu sein. Sie sehen in den Tieren verwandte Wesen.

Die ersten Menschen kamen aus dem heutigen Nordosten Asiens über eine Landbrücke, die vor 20000 Jahren noch vorhanden war, ins heutige Nordamerika. Zwischen 988 und 1000 unternahmen die Wikinger Versuche, von Grönland aus Neufundland zukolonisieren. Diese wurden aber wegen der strengen Winterund der feindlichen Indianerstämme aufgegeben. Reste einer Wikingersiedlung wurden 1963 in Neufundland gefunden. Im Auftrag vom englischen König Heinrich VII segelte der italienische Seefahrer John Cabot nach Nordamerika. Bei seiner zweiten Reise ging seine Flotte vor der Küste Grönlands unter und England verlor erst einmal das Interesse am Norden. Auch der Franzose Cartier, der den St. Lorenz Strom hinauf segelte, konnte keine Kolonie am Leben erhalten. Erst dem Franzosen Champlain gelang es, bei seiner zweiten Reise eine Kolonie im Gebiet des heutigen Quebec zu gründen. 1612, nach vielen Reisen durch das neue Land und mit Algonkin und Huronen befreundet, wurde er schließlich Kommandant von Neufrankreich. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte kam es zwischen den katholisch missionierenden Franzosen und den evangelisch missionierenden Engländern zu vielen Konfl ikten, in die auch die Indianer auf der einen oder anderen Seite mit eingebunden waren. Nach der Schlacht 1759, in der General Wolfe die französische Armee entscheidend besiegte, fiel letztlich das ganze französische Gebiet an die Briten. 1774 garantierte die britische Regierung in der Quebec- Akte Religions und Sprachfreiheit und erkannte das französische Zivilrecht an. 1858 wurde Ottawa auf Veranlassung der Königin Viktoria zur Hauptstadt gewählt. Sie hielt Ottawa wegen seiner geographischen Lage für den geeignetsten Ort, diese Aufgabe zu übernehmen. Der Ottawa River, der durch die Stadt fl ießt, bildet die Grenze zwischen Quebec und Ontario und damit gibt es einen französischen und einen englischen Stadtteil. Die Wirren der napoleonischen Kriege in Europa nutzend, marschierten die Amerikaner 1812 in Kanada ein. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit wurden die Amerikaner besiegt. Es kam zum Friedensschluss, den die Amerikaner angeboten hatten, nachdem die Kanadier schon in Main einmarschiert waren. 1867 wurde die kanadische Konföderation gegründet. Sie vereinigte die Provinzen Quebec, Ontario, Nova Scotia und New Brunswick. 1871 schloss sich auch British Columbia den Dominien an. Die Eisenbahnverbindung zwischen Montreal und Vancouver, die 1886 eingeweiht wurde, führte zum wirtschaft lichen Aufschwung und zur Besiedelung des Westens.

Diese Daten kann man natürlich in jedem Buch über Kanada oder im Internet nachlesen. Doch ich vertrete die Meinung, dass eine gewisse historische Kenntnis für das Verständnis eines Landes wichtig ist und habe aus diesem Grund hier noch einmal die wichtigsten Daten zusammengefasst. 1867 war der Geburtstag der kanadischen Nation, doch die Besiedelung steckte noch in den Anfängen. Heute leben im Einwandererland Kanada Menschen vieler Kulturkreise in einer erstaunlichen Harmonie miteinander.

Separatistische Bestrebungen der Frankokanadier gibt es noch immer, obwohl in zwei Referenden eine knappe Mehrheit gegen die Selbständigkeit Quebecs stimmte. 1982 erhielt Kanada endlich eine eigene Verfassung. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt. Auf diesem Riesengebiet leben nur etwas über 30 Millionen Einwohner. Die Siedlungen liegen im südlichen Teil Kanadas, während der Norden noch weitgehend unerschlossen und nur von Inuit und Arbeitern der Ölindustrie und anderen mit Erdarbeiten verbundenen Industriezweigen bevölkert ist. Allerdings spielt der Tourismus in der warmen Jahreszeit im Yukon Gebiet, in den Rocky Mountains und um Vancouver eine zunehmende Rolle.

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