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Leseprobe:
Albrechts Chroniken 3 - Astrolabium,
von Friedrich S. Plechinger

Widmung, Vorwort und Danksagung

Mein Dank gilt allen, die sich an Albrechts Chroniken erfreuen und die mir gute wie auch weniger gute Kritiken gegeben haben und mich trotzdem motivieren, weiterzumachen.

Großer Dank an meine Frau Anita und meinem Sohn Angus, die mich wie immer unterstützen und mir mit Ratschlägen zur Seite standen.

Ich danke dem Romeon-Verlag, ohne dessen Hilfe ich meine Werke nicht hätte veröffentlichen können und der Buchhandlung Gernot Hykl in Frankenberg, die ebenfalls mit Rat und Tat mir zur Seite stand.

Ich mache weiter und werde versuchen mit Albrechts Chroniken den Leser in eine Welt zu versetzen, wo man selbst die Antwort auf nicht alltägliche Fragen stellen und finden darf. Der Mensch ist fähig, seine eigene Theorie und Meinung zu bilden bezüglich der Entwicklung dieser hier stattfindenden Ereignissen in unserer heutigen Zeit. War es vielleicht schon immer so und wir bemerkten es nur nicht oder hat uns das Zeitalter der digitalen Kommunikation geholfen, die Augen mehr zu öffnen und Tatsachen zu erkennen, die wir vielleicht nur allzu oft aus Bequemlichkeit oder gar Furcht ignorierten. Der Mensch soll erwachen und sich von dem Joch der Akzeptanz befreien.

Ich wünsche den Lesern viel Spaß bei Albrechts Chroniken 3 und hoffe, dass ich Euch mit diesem Werk Freude bereiten kann.

Euer

Friedrich S. Plechinger

Aller Anfang ist schwer

Ashkelon, April 1135

Das Rauschen des Meeres und die salzige Seeluft, die so allgegenwärtig hier wehte, versetzten meine Gedanken weit, weit weg, als ich aus dem Fenster, die ein- und ausfahrenden Koggen und Daus betrachtete. Der Hafen der Komturei war erst vor Kurzem fertiggestellt und schon befuhren es die Boote des Cortez in regelmäßigen Abständen, um Waren, Truppen und Güter nach Palästina einzuführen.

Ashkelon ist günstiger gelegen als Akkon, oder Caesarea, denn hier wird man nicht von Zollbeamten und anderen Verwaltungsorganen behelligt, die einem die Löschung der Fracht unnötig erschweren. Ich war zufrieden, mit dem, was ich geschaffen hatte und erntete endlich die Früchte meiner Saat, auch wenn es für mich am Ende, weder materiellen noch finanziellen Profit entstand, denn der Orden war der Einzige, der aus dieser Ernte profitierte, so war doch die Befriedigung darüber etwas Großes geschaffen zu haben, für mich unbezahlbar.

Ich erfüllte somit meinen Eid, doch tief in mir drin brannte dieser Wunsch, endlich selbst auf See fahren zu können, um die neuen Länder zu entdecken, von denen Eduardo Cortez so ausführlich einst erzählte und auch durch unsere damaligen Funde in Jerusalem, durch die phönizischen Fahrtenprotokolle, berichtet wurden. Heute war es denn endlich soweit. Heute würden Farid, der Flottenleiter des Ordens, zusammen mit Eduardo Cortez, in der Komturei eintreffen, um die letzten Besprechungen, bezüglich unserer so geheimen Expedition, zu halten. Hugues de Payns würde dann morgen aus Jerusalem selbst eintreffen, um unseren endgültigen Plan zu prüfen und hoffentlich auch zu genehmigen.

Viel zu lange habe ich auf diesen Moment gewartet und viel zu viel habe ich dafür geopfert. Von meiner Familie war ich nun acht Jahren getrennt und kein Brief und keine Botschaft erreichte mein so gequältes Herz. Es war ja am Ende mein eigener Entschluss, diesen Weg zu gehen, doch insgeheim hoffte ich auf Nachricht.

„Bruder, Farid und Cortez sind soeben eingetroffen!“

„Dank Dir, Otto. Lass sie eintreten!“

Otto verneigte sich und bat die zwei Herren in den Besprechungssaal. Farid und Eduardo verbeugten sich und trugen große, eingerollte Mappen mit sich. So zumindest hatte ich den Anschein.

„Nehmt Platz Brüder. Ich danke Euch, dass Ihr gekommen seid. Heute müssen wir einen endgültigen Plan fertigstellen, denn vieles hängt morgen davon ab, die Genehmigung des Großmeisters zu erhalten. Wir müssen noch einmal alles gemeinsam vergegenwärtigen und nichts dabei auslassen!“

„Ganz Deiner Meinung, Bruder!“, bestätigte mir Farid.

„Eduardo und meine Wenigkeit sind, auf dem Ritt hierher, noch einmal gedanklich den Aufbau des Planes durchgegangen und dabei haben wir einige Schwierigkeiten zu bewältigen, die Zeit in Anspruch nehmen werden! “

„Zeit ist etwas, mein lieber Farid, dass wir nicht mehr allzu viel haben. Wir müssen in See stechen, sonst überlegt es sich irgendeiner noch anders und dann ist es vorbei mit dem Vorhaben. Außerdem steht es nicht gerade zum Besten mit Hugues de Payns. Seine Gesundheit lässt zu wünschen übrig und sollte er vor unserer Abreise sterben, möge Gott dies verhindern, wissen wir nicht, wer sein Amt übernimmt und wie dann dieser Nachfolger zu der ganzen Sache stehen wird.“

„Es ist nicht die Planung, die Zeit kosten wird!“, meldete sich plötzlich Eduardo Cortez …

„Die Durchführung ist es, was uns Sorgen macht. Wir können die Straße Gibraltars nicht verwenden, denn diese ist verseucht mit den Booten der Mauren. Der Kalif wartet nur darauf, dass ein mit roten Kreuzen bestickter Segel, diese Meerenge durchquert und wie Du sicherlich weißt, wird der Großmeister unsere Expedition nur genehmigen, wenn die Symbole des Ordens, klar und deutlich, auf die Segel zu sehen sind!“

„Was schlägst Du also vor, Bruder Eduardo?“, fragte ich ihn etwas nervös.

„Nun, es wird Dir sicherlich nicht gefallen, doch im Moment ist es die einzige Option. Wir müssen den Hafen von La Rochelle verwenden, um die erste Expedition zu beginnen und um dorthin zu kommen, müssen wir zunächst nach Marseille und dann über dem Landweg dorthin …!“

„Nach La Rochelle?“, wollte ich bestätigt wissen.

„Ja!“

Cortez hatte recht. Dies gefiel mir überhaupt nicht, denn es würde alles andere ebenso verzögern.

„Und wenn wir einmal die Reise nach La Rochelle hinter uns gebracht haben, wie geht es dann weiter? Welche Koggen werden uns zu Verfügung gestellt und von wem? Von Dir Eduardo? Wir können ja schlecht die Boote, mit denen wir aus Ashkelon losgesegelt sind, über das Land zur anderen Seite ziehen!“, fragte ich leicht gereizt.

„Darüber mach Dir keine Sorgen Kommandant. Das werde ich alles organisieren. Ebenso die Besatzung!“

„Die Besatzung, mein Bester, werde ich aufstellen!“,

befahl ich.

„Denn ich will Männer, auf die man sich verlassen kann. Sie sollen mir bis zum Tod folgen und nicht nach drei Tagen zurück nach Hause wollen!“

„Ja, aber es müssen qualifizierte Seeleute sein Albrecht. Mit Soldaten allein kannst Du keine Kogge über solch eine unbekannte See fahren!“

„Das weiß ich nur zu gut, Farid, jedoch müssen es besondere Seeleute sein, die nicht nur Templer sind, sondern wirklich welche, die in ihrem Leben nichts mehr zu verlieren haben.“

Viel zu sehr wurde ich mit dem Gedanken gequält, wie ich denn, den von Bab Pha Med mir auferlegten Fluch, von den Männern geheim halten soll. Otto, Friedrich, Horst, Farid und Cortez wussten was aus mir, eine Stunde nach Mitternacht, wurde. Auch Hugues des Payns wusste es, doch Gnade einem Gott, wenn ein Unwissender damit konfrontiert werden würde, plötzlich einen schwarzen Engel vor sich zu haben, der einen nicht so engelhaft erscheint.

„… Die nächste Frage wäre, wie viele Koggen wir nun für die Expedition verwenden sollten?“

„Ich würde zunächst mal mit einer anfangen!“, riet Farid.

„Das erscheint mir zu wenig! Wenn dieser einen was passiert, werden allen gesammelten Kenntnissen dieser Reise, mit Ihr untergehen. Ich schlage zwei umgebaute Koggen vor!“, rief Eduardo überzeugt.

„Umgebauten?“, fragte ich neugierig.

„Ja. Einige Veränderungen sollten in Betracht gezogen werden. Wir wissen nicht genau, mit welchen Stürmen oder Tiefgängen wir es zu tun haben werden, also sollten wir Verstärkungen an den Masten und am Rumpf vornehmen lassen. Nur um sicherzugehen!“

„Würde das nicht Einbußen seitens Zuladung der Fracht nach sich ziehen?“, fragte nun Farid nicht gerade überzeugt.

„Nicht wirklich. Die Zahl wird vernachlässigbar klein sein und Sicherheit sollte hier vorgehen!“

„Finde ich auch mein bester Eduardo. Wir wollen ja auch zurückkehren, um unseren Erfolg den Orden kundzutun!“, stimmte ich ihm bei.

„Und außerdem würde dabei, das Boot stabiler das Wasser verdrängen!“, versicherte uns Eduardo Cortez.

„Nun gut. Da habe ich nichts hinzuzufügen!“, sagte Farid.

„… Doch zwei Koggen verlangen auch die doppelte Menge an Besatzung, die im Leben nichts mehr zu verlieren haben!“, rief Farid und sah mich dabei grinsend an.

„Das werden wir schon hinbekommen. Stellt sich nun die Frage, wer das Kommando der beiden Koggen übernehmen wird.“

„Nun ich stelle mich freiwillig zur Verfügung!“, rief Farid enthusiastisch.

„Ich kann leider nicht dabei sein“, unterbrach Eduardo Cortez.

„Jedoch würde ich einen Kapitän zur Verfügung stellen, der meiner Ansicht nach zu den Besten gehört und der sich mehrmals hinausgewagt hat, und zwar jenseits Gibraltar. Er fand Inseln weit draußen, die Euch mit Frischwasser und Nahrung für die Weiterfahrt versorgen könnten!“

„Hat er einen Namen?“

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